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01.06.2022 Aysha ist angekommen ❤️

Gestern war ein ruhiger und gemütlicher Tag. Am Vormittag bin ich in Richtung Cape Town losgefahren, um Aysha am Flughafen abzuholen. Ich freue mich sehr, dass meine Familie mich in dieser Form begleitet auf meiner Reise. Jetzt waren/sind sie alle mal hier gewesen und sind in „meine“ Welt eingetaucht ❤️❤️❤️.


Aysha hat viele Hilfsgüter mitgebracht aus der Schweiz, diese werden wir nun sortieren und dann den Kindern hier verschenken. Vielen herzlichen Dank an alle, die einen Teil dazu beigetragen haben und uns auf diesem Weg unterstützen❤️. Wir werden die Fotos der Ausgabe hier veröffentlichen.

Als erstes war Aysha mit mir im Learn to read, bei den Kleinen. Sofort wurde sie in Beschlag genommen und von Kinderärmchen umschlungen. Sie hat es sichtlich genossen 🥰🥰.

Dann gings los ins Seeds4Kids, die zwei Tanzlehrerinnen Caroline und Lisa waren bereits da. Anfänglich waren nur 5 Kids da, ich war etwas enttäuscht. Dann habe ich aber erfahren, dass sie am Examen schreiben sind in der Schule. Also setzen sie Prioritäten, ein schönes Zeichen.

Nach und nach kamen dann aber doch viele Kinder dazu und so genossen wir einen Nachmittag mit viel Lachen, Tanzen, Singen und zusammen sein. Es war herrlich und so wohltuend.


Aktuell kommen jetzt am Dienstag jeweils Kinder in allen Altersgruppen, was für die älteren Kinder nicht so spassig ist, obwohl sie sich nicht beschweren würden (sie kommen halt einfach nicht mehr 😉. Ich habe dann mit Lisa und Caroline darüber gesprochen, ob es für sie in Ordnung wäre, wenn wir künftig zwei Gruppen bilden würden. Erst die Kleinen, dann die Grossen. Sie waren sofort einverstanden. So werden wir am Dienstagnachmittag künftig mit 2 Gruppen nacheinander Tanzen und Singen.

Die 2 Frauen sind so toll drauf, engagiert, motiviert und strahlen eine Freude aus in ihrem Tun, das ist unwahrscheinlich. Ich freue mich so, dass sie diesen einen Nachmittag für mich übernehmen und die Kids so auch nach meiner Abreise eine Beschäftigung haben.

Ach am Markt am 18. Juni werden sie uns begleiten und 2 Lieder mit den Kindern tanzen und singen ❤️❤️❤️. Das wertet unseren Auftritt natürlich um ein Vielfaches auf ❤️.

Am Abend haben wir dann noch lange hin und hergeschrieben. Ich habe sie gefragt, ob sie vielleicht noch wen kennen, der die beiden anderen Nachmittage übernehmen würde. Sie meinten, sie werden in ihrer Kirche nachfragen, sie wären sich jedoch sicher, dass sich wer finden lassen wird.

Viele Leute wollen hier anscheinend helfen, finden aber wie keinen Einstieg, wo und bei wem, was ich durchaus verstehen kann. Man kann ja nicht einfach ins Township spazieren und dann mal einfach was tun, oder vielleicht könnte man das? Aber traut sich einfach nicht?

Auf jeden Fall hat der Mann von Lisa einen Frisörsalon am Gateway, das ist ein Shoppingcenter in Hermanus. Da ist er gut vernetzt mit den anderen Geschäftsinhabern. Er könne immer mal wieder Sachspenden oder Lebensmittel organisieren, die dann den Menschen im Township zugutekommen werden. Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr ich mich über diese neue Vernetzungsmöglichkeit freue ❤️. Mein Fokus die nächsten 3 Wochen ist nun also zu netzwerken, wann und wo immer das möglich ist. Ich werde voraussichtlich mit Aysha am Sonntag in die Kirche gehen, wo Caroline und Lisa sind, dann können wir diese Community kennenlernen und unsere Projekte vorstellen.

Schön wie sich alles fügt, ich bin so dankbar ❤️🙏🏽.


Gestern habe ich erfahren, dass Nomettar uns verlassen wird, sie werden abgeschoben nach Simbabwe, ihre ursprüngliche Heimat. Südafrika hat ihre Aufenthaltsgenehmigung nicht mehr verlängert, warum das weiss niemand, so reisen sie am kommenden Sonntag mit Sack und Pack zurück. Nomettar kennt nicht mal die Sprache in ihrem Heimatland. Aktuell ist sie in Grad 7 in der Schule, in Simbabwe startet sie bei Grad 6. Sie ist durcheinander, traurig, ängstlich, bemüht sich jedoch, auch das Gute darin zu sehen. So wird sie ihre Grossmutter kennenlernen und hofft auf noch mehr Familie. Sie lebt mit ihrer Mama und ihrem Bruder seit 2015 in Südafrika, das heisst, sie kamen hierher, als sie 6 Jahre alt war. Die Zustände und Umstände, die diese Menschen hier durchleben müssen, sind für uns schon bedenklich. Vermutlich auch für sie selbst, aber es gibt keinen anderen Weg, so fügen sie sich in das unveränderbare.

Wir werden am Freitag nach der Bible Study eine Abschiedsparty für sie geben, habe ich spontan beschlossen❤️.

Das ist Nomettar ❤️, 13 Jahre alt, sie hatte vor meiner Arbeit hier nicht wirklich Freunde, gemäss Mohaka, nun ist sie so schön integriert und muss Abschied nehmen. Aber sie ist stark, sie wird das meistern und glücklich werden in Simbabwe ❤️.

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