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04.08.2022 ist „es geht ihnen besser“ gut genug?

Gestern Morgen ging ich als erstes ins Waisenhaus, um nach den erkrankten Kindern zu sehen. Von 5 Kindern waren 3 noch zuhause, 2 mit immer noch hohem Fieber, eines mit starken Kopfschmerzen. Ob sie ihre Medikamente wohl eingenommen haben, erkundigte ich mich? Zwei bestätigten, Olivia meinte, nein, sie hätte nichts bekommen…..

Also auch das nicht so ganz einfach. Was es ja tatsächlich nicht ist, stellt euch nur vor, was für eine Herausforderung es bedeutet, nur zu einem Stück Papier und geschweige dann, zu einem Stift zu kommen. In unserer Welt denken wir, ach nicht mal das können sie, in ihrer Welt sehe ich aber ihre Bemühungen und mit welchem Aufwand sie für uns einfachste Dinge zu bewältigen versuchen. Nach bestem Wissen und Gewissen. Die zuständige Hausmutter hatte so ein schlechtes Gewissen als ich mich bei ihr erkundigte, warum Olivia die Medikamente nicht bekommen hat. Also muss ich schauen, dass wir ihnen möglichst einfache Hilfsmittel beschaffen können, die sie unterstützen in der Kontrolle der Medikamentenabgabe. Gestern kam dann ein neues Mädchen mit Malaria dazu, kein Waisenkind, eine Schülerin, die da zur Schule kommt. Ihre Eltern können keine Medikamente kaufen, so liegt sie am Boden und kämpft ihren Kampf 😥😥.

Ich brachte ihr Medikamente, am Nachmittag schon ging es ihr besser. Die Abenddosis haben wir ihr mit nach Hause gegeben. Yunus meinte, Rita, das ist gefährlich, wenn das Mädchen die Medikamente nach Hause bekommt, wird sich das Herumsprechen. Dann werden immer mehr Menschen aus der Nachbarschaft zu uns kommen und nach Medikamenten fragen….er hat recht. Aber soll ich ihr deswegen keine Medikamente geben? Zwischen den Einnahmen dieser 3-tätigen Kur sollten jeweils 12 Stunden liegen…ach herrje, was ist denn richtig und was ist falsch hier?!

Im Waisenhaus bin ich dann ein wenig geblieben, habe die Mädchen versucht zuzudecken, was auch wieder eine Herausforderung ist, denn natürlich fehlen auch diese. Wenn ein Kind vor dir liegt, dass zittert und gleichzeitig brennend heiss ist, was tust du dann? Ich bringe mal mit was ich habe, aber etwas weiter gedacht denke ich, es ist eine gute Investition, hier zumindest Leintücher einzukaufen. Damit könnten sie die Schaumstoff-Matratze ein wenig abdecken und sich einhüllen, wenn sie kalt haben.

Ich habe die Kinder gehalten, ihren Kopf auf meinem Schoss gebettet sie gestreichelt, um ihnen ein wenig mütterliche Liebe zu geben. Zwei Kindern sind währenddessen die Tränen heruntergekullert. Es zerreisst mir das Herz.

Während ich schreibe, laufen auch bei mir wieder die Tränen. Ich versuche mich hier abzulenken, mit allem was mir nur so einfällt, ich lese bis ich einschlafen kann, nur um nicht darüber nachdenken zu müssen, dennoch schieben sich diese Bilder immer wieder vor meine Augen😥😥😥.


Die Arbeiter sind brav am Wasserloch buddeln. Sie sind nun wohl auf ungefähr 12 – 14 Meter Tiefe. Ein Wahnsinns-Bild, wenn man sie da unten im Loch buddeln sieht. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste da unten schaufeln und pickeln….Yunus meint, ich müsse sie nicht bedauern, ich solle mich für sie freuen, sie sind glücklich, dass sie die Möglichkeit haben, Geld zu verdienen.


Vorgestern brachte ich ihnen etwas zu essen, damit sie bei Kräften bleiben, gestern waren wir den ganzen Tag mehr oder weniger in der Schule, so hatte ich keine Möglichkeit, ihnen etwas zu bringen. Ich fragte Yunus, ob die Arbeiter nicht von der Schule mitessen könnten, wenn sie Lunch für die Kinder auftischen. Er meinte, das sei hier nicht üblich, sie bringen ihr eigenes Essen mit. Okay, dachte ich mir, dann soll es so sein, dennoch sah ich gestern, dass die Frauen den Arbeitern 3 grosse Teller mit Essen brachten ❤️. Manchmal hilft es, nur mal unschuldig nachzufragen….. 😉.


Für die Männer hier ist die Zusammenarbeit mit mir ganz bestimmt eine gewaltige Herausforderung. Gestern erhielt ich von Yunus und Vincent einige Kultur-Lektionen. Begonnen haben sie damit, wenn du meine Frau wärst, würdest du nicht mit uns hier im Office essen, dein Platz wäre in der Küche. Die Aufgabenteilung ist klar! Die Frau kümmert sich um Haushalt und Kinder, der Mann ums Geld. Die Frau hat dem Mann zu dienen, sich zu verneigen oder gar auf die Knie zu gehen vor ihm, wenn sie ihm das Essen bringt. Er bedankt sich nicht mal. Ihn in Frage zu stellen, kommt nicht in Frage, alle die mich kennen, wissen, dass ich fast immer fast alles in Frage stelle, so auch die beiden mit ihren Aussagen😅😅.

Ich fragte sie, ob sie sich denn keinen ebenbürtigen Partner wünschen würden, mit dem sie sich austauschen können. Für das hätten sie andere Männer…okay…und wie es denn sei, sei beide hätten Töchter. Jetzt ziehen sie diese auf mit viel Zeit, Geduld und Liebe, und das dafür, dass sie später dann vor ihrem Mann auf den Knien sein müssen? Die Männer lachten und meinten, wenn unsere Töchter vor ihrem Mann knien, dann haben wir alles richtig gemacht. Oh mein Gott. Ich bin ehrlich entsetzt. Später dann brauchte Vincent einen Stift, er rief einfach mal in die Runde, ich brauche einen Stift. Sofort standen Mädchen und Frauen auf um nach einem Stift zu suchen. Dann brachten sie ihm einen, auf den Knien! Er bedankte sich nicht.

Als wir allein waren, sagte ich ihm, ob er wisse, dass sein Verhalten in unserer Kultur absolut unfreundlich und respektlos sei? Er war schockiert, nein, nein, das meine er überhaupt nicht so, das sei halt einfach so hier.

Dies nur ein kleiner Exkurs für euch, damit ihr nachvollziehen könnt, wenn ich schreibe, dass es für die Männer hier bestimmt nicht einfach ist, mit mir zusammenzuarbeiten. Aber sie machen es gut, sie behandeln mich sehr gut (fast wie einen Mann 😉).

Es ist jetzt vormittag, wir fahren gleich los in den neuen Tag, ich werde den Beitrag am Abend abschliessen und euch dann vom heutigen Tag erzählen.


HEUTE ABEND

Und nun lasse ich den heutigen Tag Revue passieren. Alle Kinder, ausser Olivia und Josephine, waren in der Schule heute, die Medikamente wirken🤩🤩. Wieder hat ein Mädchen die Medikamente nicht genommen und wieder ging ich zur Hausmutter mit der Frage, warum nicht. Sie konnte sich nicht an alle Mädchen erinnern, die in Behandlung sind. Sie meinte, sie müsse die Namen der Kinder aufschreiben, damit sie es unter Kontrolle haben kann. Auf diesen Moment habe ich gewartet. Rasch nahm ich mein Laptop, erstellte ihr eine Blankoliste, wo sie nur die Namen und das Alter der Kinder einfügen muss, und abhaken kann, wenn sie die Medikamente verabreicht hat. Tag 1, 2 und 3, Morgen und Abend, und schon hat sie die notwendige Kontrolle. Der schwierigere Part war, wo drucken wir diese Blankolisten aus? Yunus meinte, komm, wir suchen einen Shop. Gesagt, getan, und tatsächlich sind wir fündig geworden (und das in diesem Kaff, unglaublich). Nun haben sie 20 Blankolisten, Yunus hat mir versichert, er wird jedes Mal wenn er da ist, neue bringen, halt solange sie Medikamente haben.

Die Hausmutter war begeistert und füllte die Liste unverzüglich mit mir zusammen ab, mit den Namen der Kinder, die noch in Behandlung sind. Ein neuer Junge ist dazugekommen, auch er hat Malaria. Vermutlich auch eines der Kinder von Vincent, aber wir warten noch ab bis morgen, dann sei klar, ob es nur ein Fieberschub oder Malaria sei.

Olivia und ihre Schwester Josephine waren unauffindbar. Nach langem Suchen kam eine der Lehrerinnen auf mich zu und meinte, ihre Mutter hätte die Kinder vermisst und sie abgeholt, ohne Medikamente….Das komme vor, meinte sie, in der Regel dauere es aber nicht lange, bis die die Kinder zurückbringe, denn ihr fehle das Geld, um sie zu ernähren. Hoffen wir, dass es den beiden gut geht ❤️.


Heute war der grosse Tag für die Kinder der Primary 7, sie schrieben ihr letztes Examen, die Schulpflicht ist somit erfüllt. Wir sind zum Department of Education gefahren, um die schriftlichen Prüfungen abzuholen. Yunus Schule ist nicht registriert, er erhält keine Registrationsnummer, da die Infrastruktur der Schule nicht den Vorgaben entspricht. Er hat aber ein Abkommen mit einer anderen Schule, unter derer Namen seine Schüler die Examen schreiben und so ein anerkanntes Zertifikat erhalten. Toll wie sie einander helfen🤩. Das Department of Education weiss Bescheid darüber und akzeptiert dies. Obwohl Vincent meint, er wisse nicht, wie lange sie das noch so zulassen werden. Der General-Manager vom Department of Education hat mich gesehen und uns in sein Büro eingeladen. Muzungus sind gerne gesehen auf gebildeteren Ebenen😉. Er erklärte mir seine Funktion, hiess mich herzlichst willkommen im District Rakaj und erkundigte sich, was ich hier mache. Nur zu gerne erzählten wir ihm vom Frischwasser-Projekt für die Schule, und Vincent hörte nicht mehr auf, uns zu loben. Wir hätten Essen gebracht für die Kinder und nun gibt es auch noch frisches Wasser, ich seie nun ihr Saviour (Retter). Ein wenig Netzwerken, auch hier in Uganda, kann niemals schaden 😉 wer weiss was da noch vor uns liegt. Der Herr war sehr freundlich und bot mir an, was auch immer ich brauche, er sei da. Zum Abschied liess er mich einen Eintrag in sein Gästebuch machen😅. Yunus meinte beim Hinausgehen, du weisst schon, dass der uns niemals in sein Büro gebeten hätte ohne dich? Schwarze unter Schwarzen seien nicht wirklich so freundlich untereinander, vorallem dann nicht, wenn sie unterschiedliche Ränge innehaben. Dann zeigen sie schon, wer hier Chef ist. So hat es wenigstens einen Vorteil Muzungu zu sein… 😉.


Danach haben wir den Kindern, die heute ihr Examen schreiben, je einen Kugelschreiber und einen Bleistift gekauft, damit sie ordentliches Werkzeug haben 😊. Auch liess ich es mir nicht nehmen, ihnen 2 Packungen Toastbrot zu kaufen, damit sie etwas im Magen haben, um sich besser zu konzentrieren. Sie haben sich so sehr gefreut, so als ob wir ihnen das neueste Spielzeug gekauft hätten. Die Wertschätzung und die Freude, die ich hier erfahren darf, ist enorm und haut mich immer wieder fast um ❤️. Das gibt mir die nötige Kraft um durchzuhalten. Zu wissen, wie gut es ist, hier zu sein und ihnen etwas Gutes zu tun, weil sie es verdient haben ❤️. Viktor Frankl wäre begeisterst von meiner Selbsttranszendenz-Fähigkeit😉.


Das nächste Thema mit Yunus und Vincent war, wie könntet ihr es in Zukunft schaffen, euch selbst zu erhalten mit eurer Organisation. Ein Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen seit gestern. Warum haben sie keinen Garten? Der Boden ist fruchtbar, das Wetter passt, Wasser werden sie bald eigenes haben, also warum nicht? Und Hühner, warum keine Hühner, hier spazieren überall Hühner frei herum. Sie könnten sie züchten, Eier und das Fleisch essen. Die Männer waren begeistert von meiner Idee. Yunus meinte, weisst du Rita, ich habe viele Wünsche und Träume was diesen Ort anbelangt, aber ich verbiete mir darüber nachzudenken, denn alles was ich gerne umsetzen würde, scheitert an der Finanzierung. Ich verstehe ihn nur zu gut. Aktuell haben sie nur noch 4 der 8 Lehrer, 4 sind nie mehr gekommen, weil sie ihren Lohn nicht bekommen haben, ich verstehe sie, aber auch die Schule. Er meint, wir müssen es schaffen, die Lehrer und die Mieten für die Waisenhäuser zu finanzieren. Schulgeld wäre eigentlich 80,000 UGX per Term, die meisten Eltern können das aber nicht aufbringen, und weder Yunus noch Vincent bringen es übers Herz, diese Kinder deswegen nach Hause zu schicken. Zudem sind da die rund 70 Waisenkinder, für die bezahlt eh niemand. Also eine Endlosschlaufe. Das wenige Schulgeld, das sie einnehmen, brauchen sie um Essen zu kaufen für die Kinder in der Schule. Und eben, die Lehrer und die Mieten zu bezahlen….

Wir besichtigten das Gelände und entschieden, wo der Garten hinkommen soll und wo die Hühner wohnen könnten, Nachts brauchen sie einen Stall, damit sie nicht geklaut werden, zudem einen Ort, wo sie Eier legen können. Der Garten war schnell entschieden, da gibt es auch nicht soviel zu tun, ausser Jungpflanzen zu kaufen, was ich ihnen zugesichert habe. Für die Hühner werden wir eine dieser Bauruinen nutzen. Wir brauchen sie nur abzudecken und den Boden aufzubereiten.


Yunus war Feuer und Flamme und wollte gleich los, um junge Hühner zu kaufen. Ich bremste ihn und meinte, lass uns erst alles vorbereiten und wenn wir wieder kommen, werden wir die Hühner kaufen gehen. Wir haben abgemacht, dass wir am 18. August nochmal nach Rakaj fahren werden, denn die Bohrung dauert noch an. Bis anhin sind sie noch nicht am Wasser angekommen, aber nahe dran, meinte einer der Arbeiter. Wenn ich ihnen wieder etwas zum Essen bringen würde, wären sie schneller 😉, okay, dann bringen wir ihnen nochmal etwas zu essen. Es geht da primär um Fleisch, denn diesen Maisbrei bekämen sie ja in der Schule nun auch. Auch sie freuten sich sehr🤩.


Zusammen mit Yunus und Vincent sind wir losgefahren, um eine Abdeckung für den künftigen Hühnerstall zu besorgen. Vincent wird mit den Jungs während der Ferien arbeiten und alles herrichten, damit wir nur noch die Hühner bringen müssen. Coole Sache, so macht es Freude 🤩🤩🤩.


Auf dem Rückweg zur Schule ist mir ein Schild aufgefallen, World Vision Rakaj. Was die da tun, fragte ich Vincent, er wisse es nicht meinte er, darauf ich, lass uns anhalten und fragen gehen.


Da war Josephine, sie erklärte uns, was World Vision hier macht. Sie unterstützen unterschiedliche Projekte wie Schulen, Spitäler, aber auch Familien in Not mit dem Geld der Sponsoren aus dem Ausland. Hier direkt in Rakaj würden sie keine Hilfestellung leisten, hier sei nur ihr Office, sie konzentrieren sich auf die kleinen Dörfer rund um Rakaj. (Auch Rakaj ist ein kleines Dorf!) Vincent stellte dann „seine“ Schule vor, und erklärte, wie sehr er Hilfe und Unterstützung für seine Projekte brauchen würde. Die Dame stellte sich taub. Dann redete Yunus, auch ihm hörte sie nicht richtig zu, war nebenbei mit ihrem Handy beschäftigt, ich wurde innerlich richtig wütend. Ich hatte früher für ungefähr 12 Jahre lang ein Patenkind von World Vision, bezahlte brav die monatlichen Beiträge und liess mich berieseln von dem guten Gefühl, etwas Gutes zu tun. Ab und zu kam ein Dankes-Brief oder eine Aufforderung, doch noch etwas mehr Geld zu schicken bitte, ihr kennt das bestimmt alle selbst.

So stellte ich mich bei Madame Josephine vor, und erklärte ihr, was ich hier mache und warum ich hier bin. Ich erzählte ihr von meiner "kleinen" Community (von Euch) und was wir in der Lage sind zu verändern hier, nämlich den Menschen hier frisches Wasser zugänglich zu machen. Sie staunte nicht schlecht aber vor allem wichtig, sie hörte mir zu. Ich erklärte ihr auch, dass ich World Vision sehr gut kenne, und schon wissen möchte, mit welcher Begründung sie hier in Rakaj keine Hilfestellung leisten würden. Darauf hatte sie dann keine Antwort. Ich sah sie fragend an und meinte, schauen sie, liebe Madame Josephine, wenn ich mit meiner "kleinen" Community schon solch eine grosse Sache wie frisches Wasser hinbekomme, was schafft dann wohl World Vision mit ihrer weltweiten Community? Sie stimmte mir zu und meinte, sie müsse den General-Manager anrufen, was sie dann auch sofort tat. Morgen hätten wir einen Termin, wenn wir wollen, meinte sie. Ich lehnte dankend ab, ich möchte vorbereitet sein auf dieses Meeting, und zwar mit Yunus und Vincent. Morgen reisen wir nach Hause, aber bitte, wenn möglich, hätten wir gerne am Freitag, 19. August einen Termin. Dann sind wir wieder hier. Sie meinte Freitag wäre schwierig, aber sie würde dem General-Manager meine Mailadresse geben, sodass wir uns direkt miteinander verabreden können. Okay, das klingt gut. So machen wir es🤩🤩🤩.


Zum Abschied habe ich Madame Josephine dann eingeladen, am 19. August doch zu unserer Einweihungsfeier zum Frisch-Wasser Projekt zu kommen, sie nahm an! WOW, ich bin jetzt ehrlich gespannt, ihr kennt mich, ich werde alles geben, was für ein Geschenk, wenn wir World Vision dafür gewinnen könnten, eine neue Schule und/oder ein neues Waisenhaus zu bauen für diese Kinder❤️❤️❤️.

Als wir gegangen sind, meinte Yunus erneut, hast du gesehen Rita, wie weit Vincent und ich kommen und wie weit du kommst? Dir hören die Menschen zu, weil du weiss bist, von uns und unserem „gejammer“ sind sie längst überdrüssig. Ich befürchte, er hat recht. Aber nutzen wir diese Möglichkeit doch einfach oder? Und versuchen unser Bestes, wer weiss?! Jetzt bin ich hier, und wenn ich unterstützend mithelfen kann durch meine Hautfarbe, dann mache ich das nur zu gerne, ganz ehrlich.


Nun freue ich mich, dass ich morgen wieder nach Kampala zurück darf, einwenig Zivilisation mehr als hier, endlich wieder mal duschen und für mich sein, das fehlt mir schon sehr.

Auf meine Frage, warum der Ingenieur uns sagte, zum bohren brauchen sie nur 2-3 Tage, meinte Yunus nur, African-Time Rita…..ach herrjeee und ich falle immer und immer wieder darauf rein😅😅. Yunus meinte, wir müssen jetzt nur abwarten bis sie beim Wasser sind, dann kann es weitergehen. Dann wird das ganze Loch mit Backsteinen verkleidet und die Leitungen werden gelegt. Das brauche bestimmt noch einmal eine Woche Zeit.


So sollten wir, so hoffe und bete ich, am 19. August ready für die Einweihung sein ❤️. WOW, ich sage einfach nur WOW!

Ich bin überwältigt von diesen vielen Emotionen, die mich hier heimsuchen, tieftraurig, glückselig, hoffnungslos, motiviert, und manchmal all das im selben Moment. Herzliche Grüße nach Hause und danke euch, dass ihr mir mithelft, hier zu sein ❤️. Es ist so gut, dass ich hier sein darf, für mich, für die Menschen hier und ich hoffe, ein klein wenig auch für euch ❤️.


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