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13.03.2022 Spiel, Bau und Armut

Vergangene Woche habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen südafrikanischen Baumarkt besucht 😊😊😊. Bis auf die Preise und die Freundlichkeit der Mitarbeiter unterscheiden sie sich nicht sonderlich von denen bei uns.

Der Assistent der uns bediente war echt witzig, zwei Frauen, Crezelda und ich, die Schalltafeln, Latten und Nägel kaufen kommen. Das sieht er wohl nicht so oft, er hat sich sehr bemüht, uns alles zu erklären. Wir zum Schluss, wir brauchen bitte noch einen Lieferwagen für eine Stunde. Er meint, der Lieferwagen kostet 120 ZAR (ca. 7€) wir sollen doch besser liefern lassen, das kostet nur 50 ZAR (ca. 3€) Okay, davon liess ich mich gerne überzeugen und hab die 50 ZAR gerne und grosszügigst draufgelegt. Samstag und Sonntag haben ihr Bruder und ihr Onkel gearbeitet, seht selbst, es kommt gut 😊.


Der Samstag war nicht sehr aufregend, was auch mal gut ist zur Abwechslung. Am Vormittag habe ich mich mit Mohaka getroffen. Ihr Sohn Joy hatte Sporttag, dafür haben wir die Wienerli gesponsert. Er hat sich sehr gefreut, dass wir zuschauen gekommen sind. Und ich freue mich immer wieder ab der Freude, die sie hier leben können. Seht selbst, es ist „nur“ ein Wettrennen, die Zuschauer eifern lautstark mit.




Joy hat am 17.März Geburtstag, hat er mir stolz erzählt. Bereits vor 2 Wochen hat mir Mohaka erzählt, dass sein Fahrrad kaputt ist. Nun muss er jeden Morgen seine 2,8km von Zuhause in die Schule gehen. Erinnert euch bitte, er ist 10 Jahre alt. Ich habe mir nun überlegt, ihm entweder die Reparatur oder dann ein neues Secondhand Fahrrad zu kaufen mit euren Spendengeldern. Er ist einer der wenigen der gehen muss. Einige haben Fahrräder, jedoch in Zuständen…da wird mir Angst und bang. Oft riskieren sie dann natürlich, fahren zu zweit, zu dritt oder gar zu viert, (und das ist dann echt eine Kunst, sieht höchstgefährlich aus). Ich denke das wäre eine gute Sache den Kleinen zu unterstützen.

Wie denkt ihr darüber?


Mama Mohaka war am Samstagnachmittag bei ihrer Schwester. Sie lebt ca. 2 Stunden entfernt von hier. Ihr Shak ist abgebrannt, sie hat ein kleines Baby und natürlich nichts zum Essen und Trinken. Ihr habe ich Babykleider mitgegeben, welche ich von Annie Hutter (vielen Dank nochmal an dieser Stelle liebe Annie) mitbekommen habe. Macht euch bitte ein Bild von den Zuständen, in denen die Menschen dort leben, es ist einfach nur traurig. Für die Menschen hier ist das ganz normal, für uns in Europa scheint es auch ganz normal zu sein, dass die Menschen hier so leben müssen😪.

Mama Mohaka ist die Sorge deutlich ins Gesicht geschrieben, lacht sie doch sonst immer.



Ja, auf diesem Boden wird geschlafen. Seht ihr die Unterlage unter der Tasche rechts? Das dient als Matraze. Solche Bilder berühren mich sehr und gehen mir unter die Haut. Für mich sind es Bilder, für die Menschen hier die tägliche Realität.

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